Aktuelles im Dezember 2025 |
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Liebe Mitglieder des Vereins, sehr geehrte Interessierte
"Dem Tod ins Auge zu sehen, bedeutet auch, dem Leben ins Auge zu sehen. Sich mit dem einen auseinanderzusetzen bedeutet gleichzeitig, viel über das andere zu lernen"
Die Worte der Palliative Care Pionierin Cicely Saunders - ihr Todestag jährte sich in diesem Jahr zum 20. Mal - sprechen mir aus dem Herzen. Sich mit dem Lebensende auseinanderzusetzen, auch wenn es noch so fern scheint, kann helfen, das Leben bewusster zu geniessen. Sich in Dankbarkeit und Demut an kleinen Dingen zu erfreuen, gerade wenn "da draussen" in der Welt viel Grausames passiert, erscheint mir eine wertvolle Fähigkeit. Deshalb ist die Auseinandersetzung mit dem Ende unseres irdischen Daseins keine traurige Angelegenheit, sondern eine zutiefst lebensbejahende. |
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| In diesem Sinne danke ich Ihnen für Ihr Interesse, die Teilnahme an unseren Anlässen und für vielfältige Unterstützung.
Ich wünsche Ihnen frohe und besinnliche Festtage und einen guten Start ins neue Jahr.
Herzliche Grüsse, Daniela Bussmann, Geschäftsstellenleiterin |
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Palliative Care in der Politik von Bund und Kanton Zug | Neuigkeiten vom Bund
Mit der Einführung des neuen Abrechnungssystems TARDOC ab 1. Januar 2026 zeichneten sich bereits im Vorfeld Probleme bei der Vergütung von ambulanten medizinischen Palliative Care-Leistungen ab. Am 25. Oktober informierten Manuela Weichelt, Präsidentin von palliative.ch, sowie die Geschäftsführerin Corina Wirth über die Plattform palliative.ch, dass eine Einigung gefunden werden konnte. Alle Mediziner mit dem „Schwerpunkttitel Palliative Care“ können künftig ambulante Leistungen abrechnen. Ein weiterer, wichtiger Erfolg für die Sicherstellung palliativer Leistungen.
Neuigkeiten aus dem Kanton Zug
Ende Oktober publizierte der Kanton auf der Homepage der Gesundheitsdirektion das neue Palliative Care-Konzept PAZ. Es bildet ab, welche Strukturen im Kanton bereits vorhanden sind und sich bewährt haben und skizziert, in welche Richtung die weitere Entwicklung gehen könnte. Ausserdem wurde ein Bündel von Massnahmen für verschiedene Bereiche formuliert, die nun in einer Arbeitsgruppe weiter ausgearbeitet werden, um möglichst bald der Politik konkrete Vorschläge zur Entscheidung vorzulegen. Ende Januar lesen Sie in der neuen Ausgabe des Magazins FOKUS ein Interview mit Kantonsarzt Dr. Rudolf Hauri und Dr. Janine Landtwing, die verantwortlich das Konzept verschriftlicht haben.
In der Kantonsratssitzung vom 27. November wurde die Motion von Carina Brüngger und anderen zur Übernahme der Pensions- und Betreuungskosten für Hospiz-Patient:innen mit deutlicher Mehrheit (50 von 80 Stimmen) erheblich erklärt. Diese Kosten wurden bisher entweder privat getragen oder über Spenden der Institution gedeckt, ein enormer Aufwand zur Spendenakquise für das Hospiz. – Der Kanton Zug übernimmt damit eine Vorreiterrolle, indem er diese Entlastung gutheisst, noch bevor eine – dringend erforderliche – nationale Lösung zur Finanzierung von Hospizen als Angebot für Spezialisierte Palliative Care in der Langzeitpflege gefunden worden ist. |
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Rückblick – Corina Caduff in der Bibliothek Zug | Am 27. November 2025 hat Prof. Dr. Corina Caduff in der Bibliothek Zug zum Thema "Sterbeliteratur heute" referiert. Sie hat ihren Vortrag dabei in zwei Bereiche aufgeteilt: zum einen in das Schreiben über das eigene Sterben, zum anderen in das Schreiben über das Sterben von anderen.
Während es im Schreiben über das eigene Sterben vor allem um den Umgang mit den eigenen Ängsten, dem kranken, sterbenden Körper und der Ungewissheit geht, widmet sich das Schreiben über das Sterben von Nahestehenden der Bewältigung von Trauer, Abschied und der Erinnerung an die sterbende Person.
Anhand von Lesebeispielen brachte sie den Anwesenden das Genre "Sterbeliteratur" näher und beleuchtete dabei auch ethische Fragen.
Eine engagierte Diskussionsrunde unter den Zuhörenden rundete einen interessanten und berührenden Abend ab. |
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Ausblick – Unsere nächsten Anlässe | (Für weitere Informationen zu den jeweiligen Anlässen klicken sie bitte auf die Schaltfläche, aktuellste Informationen erhalten Sie jederzeit auf unserer Website.) | | Das Jahresprogramm 2026 ist noch in Bearbeitung. Gerne weisen wir Sie aber bereits heute auf kommende Anlässe unserer Kooperationspartner hin: | | Am Mittwoch, 28. Januar 2026, lädt das Seniorenzentrum Mülimatt in Oberwil in Zusammenarbeit mit Hospiz Zug ein zur Informationsveranstaltung "Selbstbestimmt leben bis zum Schluss". Dr. med. René Kuhn, Geriater, spricht über verschiedene Möglichkeiten des selbstbestimmten Sterbens. Der Verein Hospiz Zug stellt sich den Anwesenden vor. Details entnehmen Sie bitte dem angehängten Flyer.
| | | | Mit Dr. med. Roland Kunz spricht am Donnerstag, 12. März 2026, im Pflegezentrum Baar eine Koriphäe der Palliative Care zum Thema "Palliative Care - Zwischen Leben und Abschied". Verschiedene Leistungserbringer im Bereich Palliative Care aus der Region werden sich im Rahmen des Vortrags mit Informationsständen präsentieren, so auch Palliativ Zug. Wir möchten Ihnen den Anlass herzlich empfehlen.
| | | | Das Vereinsjahr von Palliativ Zug fängt 2026 an mit der Mitgliederversammlung vom Montag, 16. März 2026 im Alterszentrum Neustadt. Eine schriftliche Einladung wird rechtzeitig an unsere Vereinsmitglieder versendet werden. Bitte merken Sie sich das Datum vor.
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Ausstellungs-TIPP | Im Museum der Kulturen Basel läuft noch bis zum 26. April 2026 die Ausstellung „Der Weg ins Jenseits“. Was passiert eigentlich nach dem Tod, im Übergang vom Diesseits zum Jenseits? Die Ausstellung zeigt rund 250 Exponate aus der Museumssammlung von allen Kontinenten, die Beispiele liefern, welche Vorstellungen verschiedene Gesellschaften, je nach Kultur, Religion und Individuum, sich auf welche Art materialisieren. Dank der Vielfalt der Kulturen wird das Thema bunt und durchaus nicht nur todernst und traurig präsentiert. Auch Musikbeispiele und Filmauszüge bringen eine leichte Note in die Ausstellung.
Speziell: Im Rahmen der Museumsnacht Basel am 23. Januar 2026 wird neben der Ausstellung von 18 bis 2 Uhr nachts ein spannendes Rahmenprogramm angeboten.
Informieren Sie sich hier über das detaillierte Programm der Museumsnacht sowie weitere Veranstaltungen. |
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«Letzte Hilfe»-Kurs – Umgang mit Sterben für Interessierte | Lebensende und Sterben machen uns als Mitmenschen oft hilflos. Uraltes Wissen zum Sterbegeleit ist mit der Industrialisierung schleichend verloren gegangen. Im Kurs «Letzte Hilfe» geht es darum, wie wir sterbenden Menschen offen, respektvoll und mit einem Minimum an Rüstzeug begegnen und sie unterstützen können. Menschen im Sterben zu begleiten, ist auch in der Familie und Nachbarschaft möglich. Im Kurs wird Grundwissen dazu vermittelt. Die Teilnehmenden werden ermutigt, sich der Thematik und betroffenen Menschen mit Offenheit und Herz zuzuwenden.
Die Daten für 2026 stehen fest. Am 28. März 2026 findet ein Kurs in Oberwil ZG statt, am 31. Oktober 2026 ein zweiter in Cham. Weitere Details und Informationen finden Sie unter www.letztehilfe.ch und zu gegebener Zeit auf unserer Website. (Anmeldung)
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| Projekt «Begleitung in der Trauer» – ein Gruppenangebot für 2026 | Dank der geschätzten Unterstützung der Beisheim Stiftung kann Palliativ Zug in Zusammenarbeit mit der ökumenischen Seelsorge die Neuauflage der «Trauergruppe» lancieren. Wir freuen uns, dass sie im März 2026 eine zweite Chance erhält.
Im Gegensatz zum monatlich stattfindenden TrauerCafé gibt die «Trauergruppe» den Teilnehmenden über acht Einheiten Raum und Zeit, sich aktiv mit ihrer Trauer auseinanderzusetzen und so einen persönlichen Prozess in Gang zu bringen. Angesprochen sind Erwachsene, die vom Tod eines nahestehenden Menschen betroffen sind, unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Alter, Religion.
Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Flyer oder unserer Website. |
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Für Fachpersonen – Netzwerklounge 1 | Am 7. April 2026 findet die erste Netzwerk-Lounge statt. Martina Hermann und Nadja Schnyer erzählen von ihrer Arbeit bei der Kinderspitex, insbesondere im Bereich Palliative Care. Weitere Details folgen. | | | | SHI Haus der Homöopathie - Weiterbildungsmodul | Gerne weisen wir sie auf ein interessantes Bildungsangebot des SHI hin: Unter dem Titel "Homöopathie in der Palliativmedizin: Onkologie" findet ab März 2026 ein Weiterbildungsmodul statt. Angesprochen sind Pflegefachpersonen und Fachleute, die im Bereich Palliative Care tätig sind.
Die Begleitung krebskranker Menschen bringt oft komplexe Herausforderungen mit sich – sowohl körperlich als auch emotional. Viele Patientinnen und Patienten leiden unter Schmerzen, Nebenwirkungen konventioneller Therapien und einem deutlichen Verlust an Lebensqualität. Die klassische Homöopathie kann hier eine wertvolle Ergänzung bieten: Sie stärkt Körper und Gemüt, lindert Beschwerden und trägt zur Verbesserung des Wohlbefindens bei. Alle Informationen zum Modul finden Sie online unter folgendem Link: Weiterbildungsmodul SHI |
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Buchtipp | «Am Ende zählt das JETZT» von Michaela Bayer und Sara Loy | Was wir von Sterbenden über das Leben lernen können. |
In ihrem Buch stellen die Autorinnen die Frage: Was ist wirklich wichtig, wenn die Zeit knapp wird? Sie haben erlebt, was Menschen am Ende ihres Lebens bewegt und lassen den Leser daran teilhaben. Sie erzählen Geschichten, die unter die Haut gehen: von klaren Momenten und tiefen Gefühlen, von Ritualen, die tragen und Kraft geben, und von Augenblicken voller Humor und Leichtigkeit, mitten im Abschied. |
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Das Buch zeigt, wie Palliative Care nicht nur das Sterben begleitet, sondern würdevoll, achtsam und voller echter Nähe das Leben selbst in den Mittelpunkt rückt. Sie betonen die Wichtigkeit der Selbstfürsorge von Begleitenden und zeigen auf, wie man das Leben bewusst, dankbar und verbunden gestalten kann, ohne es auf später zu verschieben.
Die beiden Autorinnen sind Palliativpflegerinnen im Klinikum Grosshadern in München und wurden durch ihren Instagram-Kanal (elsa.palliative.care) bekannt. Dort brechen sie das Tabu rund ums Sterben, teilen Geschichten und Erkenntnisse von Menschen am Ende Ihres Weges. Mal berührend, mal humorvoll und immer mit Respekt und Lebensweisheit lehren uns diese Geschichten, im Hier und Jetzt zu leben. |
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ISBN: 978-3-8312-0648-3 Komplett Media 2025 |
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| Palliativ Zug ist als Verein organisiert und deshalb auf Spenden angewiesen. Falls Ihnen unser Newsletter gefallen hat und Sie unsere Arbeit unterstützen möchten, freuen wir uns über jeden Beitrag und danken Ihnen herzlich dafür.
Zuger Kantonalbank IBAN: CH30 0078 7007 7114 0760 2 |
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Kontakt Informations- und Beratungsstelle:Palliativ Zug, Neuhofstrasse 19A, 6340 Baar T 078 334 08 80 oder E-Mail an info@palliativ-zug.ch
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