Schon vor 1990 gab es viele Bewegungen, die den Gedanken von Palliative Care verbreiteten. 1967 wurde das erste moderne Hospiz gegründet: St.Christpher’s Hospice in London. 1969 erschien die wichtige Publikation von Frau Dr.Elisabeth Kübler-Ross „Interview mit Sterbenden“. Ab 1970 begann die Sensibilisierung für Palliative Care an der Ecole du Bon Secour in Genf. 1988 erscheint die erste Zeitschrift für Palliative Care (InfoKara) in der Schweiz und im gleichen Jahr wurde die Schweizerische Gesellschaft für Palliative Medizin, Pflege und Begleitung gegründet. Es zeigt sich zunehmend, dass für die Betreuung von Menschen mit einer unheilbaren Krankheit besondere Kenntnisse eine Voraussetzung sind. Palliative Care umfasst medizinische und pflegerische Behandlung sowie die psychische, soziale und spirituelle Unterstützung dieser Menschen und ihrer Angehörigen.
Der Ausbau des palliativen Gedankens kam in der Schweiz regional unterschiedlich voran. Zu den Vorreiterkantonen zählen die Waadt, das Tessin, Bern, St. Gallen und Zürich. Im Kanton Zug wurde 1992 der Verein Hospiz Zug, eine Sterbebegleitung auf ehrenamtlicher Basis, gegründet. Im Jahre 2003 wurde von verschiedenen Kantonsräten eine Interpellation eingereicht mit der Frage nach der Förderung von Palliative Care im Kanton Zug. Der Regierungsrat beantwortete diese Interpellation. 2004 fand die "Promotour Palliative Care" in Cham sehr grossen Anklang. Eine Umfrage bezüglich Bedarf an Palliative Care im Kanton Zug, insbesondere bezüglich einer Informationsstelle und der Vernetzung erfolgte 2007, darauf bildete sich eine Arbeitsgruppe zur Projektausarbeitung und am 29.09.08 konnte der Verein „Palliativ Zug“ gegründet werden.
Palliative Care in der Schweiz- Nationale Bestandesaufnahme 2008
Ziele der Palliative Care:
- was der Kranke will, ist wichtig, nur er entscheidet , welche Behandlung er möchte und welche nicht.
- Offene Kommunikation ist die Basis für ein gutes Vertrauensverhältnis zwischen Patient, Arzt und Pflegenden.
- Das Ziel jeder Behandlung ist in diesem Lebens-Stadium nur die Lebensqualität des Patienten.
- Eine ganzheitliche Berücksichtigung der physischen, psychischen, sozialen und spirituellen Bedürfnisse von Patienten und Angehörigen ist eine unabdingbare Voraussetzung.
- Die Behandlung des Patienten erfolgt in der Umgebung seiner Wahl: ambulant, zuhause, stationär, Pflegeheim, Hospiz.
- Die Betreuung erfolgt durch speziell geschulte Fachpersonen.
- Der Tod wird weder beschleunigt noch hinausgezögert.









